150 Jahre industrielle Erfahrung geben uns feste Wurzeln.

1862

Gründung der Achsenfabrik (Roßwein)

Gründung der Achsenfabrik durch Karl Friedrich Wolf Beschäftigte: 8 Gesellen Drehbänke: 1

1864

Fabrikgeschäft in Kückelheim

Friedrich Brockhaus gründete 1864 ein „Fabrikgeschäft“ mit einigen Webstühlen zu Anfertigung von Eisen- und Messingdrahtgeweben in Kückelheim.

Er entstammte eben der Familie, die Anfang des 19. Jahrhunderts auch den Verlag gleichen Namens aus der Taufe hob.

1874

Schmiede in Oesterau

Julius Brockhaus errichtete 1874 eine Gesenkschmiede in Oesterau.

1876

Dampfanlage in Roßwein

Dampfhammer im 19. Jahrhundert
Dampfhammer im 19. Jahrhundert

Aufstellen einer Dampfanlage incl. Dampfhämmer

1877

Der Sohn übernimmt in Roßwein

Karl Friedrich Wolf übergibt die Geschäfte an seinen Sohn Carl Moritz Wolf. Entwicklung der Produktion von Fahrzeugfedern.

1880

Das Werk in Kückelheim


Gemälde aus dem Jahr 1880.

1904

Bau der Oestertalsperre


Bau der Talsperre

Von 1904 bis 1907 wurde von Walther Brockhaus in eigener Regie die Oestertalsperre gebaut. Ab da war auch in trockenen Sommermonaten kein Wassermangel mehr zu befürchten. Jetzt konnte auch ein Ausbau der Wasserkraft in Wiesenthal und dem späteren Kaltwalzwerk Lettmecke erfolgen.

1905

Erste Pleuelstangen

Sehr früh wurden bei Brockhaus Teile für die Fahrrad und Autoindustrie geschmiedet. Im Jahr 1905 wurden die ersten Pleuelstangen hergestellt.

1909

Rohrzieherei

Es erfolgte die Einrichtung einer Rohrzieherei und man begann mit dem Kaltwalzen. Dies war der Beginn der Kaltbandfertigung.

1910

Errichtung einer Metallgießerei in Roßwein


Symbolbild - Gießerei um 1900

Im Werk in Roßwein wird eine Metallgießerei eingerichtet und hat nun mehr als 100 Mitarbeiter

1914

1. Weltkrieg

In Roßwein Herstellung von Achsen für Militärfahrzeuge und Entwicklung eines neuen Industriezweiges, die Gesenkschmiede. Durch Anschaffung größerer Schmiedeaggregate, moderner Schweißmaschinen, Vierspindel- und Vollmutterautomaten, Revolverdrehbänke u.a. wird der Standort Roßwein zur größten Gesenkschmiede in Sachsen.

1926

Rationalisierung der Betriebe

Gründung eines Achsenringes aus den Firmen Wolf, Kadner & Co. sowie Fischer & Fuchs. Ender der 20er Jahre findet ein Zusammenschluss zu einem Achsenverband in Hagen (Westf.) mit dem Achsenwerk Wiehl und Olbernhau statt. Aufgabe ist die Festlegung der Verteilungsquote. Die Firma Wolf produzierte vornehmlich für Audi, Horch, Wanderer und Opel mit mehr als 450 Beschäftigten.

1927

Erwerb des Patents für den HEUER-Schraubstock

Als der Iserlohner Tüftler und Erfinder Josef Heuer 1925 eine neue Konstruktion gesenkgeschmiedeter Schraubstöcke erfand, war das Sauerländer Unternehmen Brockhaus in Plettenberg schon eine der größten Gesenkschmieden Deutschlands.

Weitblickend erkannte man die Bedeutung der Erfindung, erwarb 1927 das Patent und begann mit der Herstellung dieses Schraubstocks. Das war die Geburtsstunde des heute weltbekannten und millionenfach bewährten HEUER-Schraubstocks.

1936

Großfeuer in Roßwein

Vernichtung des gesamten Schmiedegebäudes durch ein Großfeuer.
Aufbau einer neuen und modernen Schmiedehalle.
Zu diesem Zeitpunkt ca 550 Beschäftigte in Roßwein.

1939

2. Weltkrieg

Herstellung von Erzeugnissen für die Rüstungsindustrie in Roßwein
Beschäftigte: ca. 1.000

1945

Demontage des Werks in Roßwein

Entsprechend dem Potsdamer Abkommen wird das Werk demontiert und das Betriebsvermögen beschlagnahmt. Dr. Carl Wolf wird bis 30.06.1948 Treuhänder seiner eigenen Firma.

1948

Gründung "Hermann Matern"

Enteignung und Gründung des VEB Roßweiner Achsen-, Federn- und Schmiedewerke „Hermann Matern“

Wiederaufbau des Werkes Roßwein

Von 1948 bis 1986 wird der demontierte Betrieb wieder aufgebaut. Erste Produktion ist die Fertigung von Portalkränen. Später Aufnahme der Produktion von kompletten LKW-Anhängern für 2-3t Nutzlast und erneute Aufnahme der Schmiedeproduktion für die Kfz-Industrie.
Zulieferer für Achsen-, Federn- und Gesenkschmiedestücke der LKW und PKW in der damaligen DDR. In dieser Zeit bis zu 1.400 Beschäftigte am Standort Roßwein.

1988

Neue Schmiedehalle in Roßwein

Fertigstellung der jetzigen Schmiedehalle.

1993

Privatisierung

Das Werk in Roßwein wird privatisiert.

1997

Übernahme Roßwein

Übernahme des Werks in Roßwein durch das Press- und Schmiedewerk Brand - Erbisdorf (PSW)

2000

Verkauf der Firmen

In den Jahren 2000 / 2001 stand der Verkauf der Firmen Brockhaus Söhne und Kaltwalzwerk Brockhaus an, welche zu diesem Zeitpunkt über 1.000 Mitarbeiter beschäftigten und sich im Besitz von rund 70 Gesellschaftern befanden.

2004

Übernahme durch MAHLE

2004 Übernimmt MAHLE das Werk in Roßwein, es folgt 2005 die Verschmelzung mit der MAHLE Brockhaus GmbH. 2012 dann die Umfirmierung in MAHLE Motorkomponenten GmbH.

2017

Erwerb durch die Frauenthal-Gruppe

Im Jahr 2017 hat die Österreichische Frauenthal-Gruppe die Schmiedestandorte Plettenberg und Rosswein (Sachsen) übernommen.